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Sechstagerennen in Fiorenzuola It - Punktesieg für Risi-Marvulli nach harter Finaljagd

13.07.2008 14:26

Von: Geni Wipfli

Nur eine Woche nach dem Sixdays Sieg in Turin haben Bruno Risi und Franco Marvulli auch das Sechstagerennen von Fiorenzuola gewonnen. Die Titelverteidiger konnten sich im Finale gegen die Belgier und die Niederländer durchsetzen. Für Bruno Risi war das der 56. und für seinen um 10 Jahre jüngeren Madisonpartner Franco Marvulli der 23. Sechstagesieg.

Eine Ablösung zwischen Marvulli und Risi mit höchster Konzentration. Foto von Karl Franke D.

Eine Ablösung zwischen Marvulli und Risi mit höchster Konzentration. Foto von Karl Franke D.

Da am Sechstagerennen von Fiorenzuola auch Teams von der Ukraine, Polen, Bulgarien und Amerika teilnahmen, war das Rennen noch stärker besetzt als vor einer Woche in Turin. Auch die Entscheidung fiel nach 6 Tagen sehr knapp aus. Nachdem Risi-Marvulli bereits nach dem ersten Renntag ins Leadertricot eingekleidet werden konnten, mussten sie es in den folgenden Tagen doch zweimal wieder abgeben. Vor dem Finale konnten sich noch sechs Teams Hoffnungen für den Sieg machen. Da im Finale die Argentinier und die Tschechen dem horrenden Tempo nicht mehr standhalten konnten und eine Runde verloren, kamen nur noch die Niederländer, Belgier, Schweizer und das gemischte Team aus Polen und Italien für den Punktesieg in Frage. In den letzten Runden zeichnete sich dann ein Dreikampf zwischen den Niederländer, Belgier und den Schweizer ab. Die Belgier Keisse-Ketele, die in dieser Formation auch an der Olympiade in Peking starten, erwiesen sich als die härtesten Konkurrenten der Eidgenossen. Bruno Risi und Franco Marvulli konnten sich aber im Endspurt durchsetzen und das Sechstagerennen von Fiorenzuola mit 197 Punkten, vor den Belgier Keisse-Ketele mit 189 und den Niederländer Slippens-Stam mit 187 Punkten gewinnen. Auch die vierten Ratajczyk-Guarnieri waren mit 147 Punkten noch in der gleichen Runde wie die Sieger klassiert. Die übrigen 16 Teams haben eine und mehr Runden verloren. Für Schlagzeilen sorgt auch der amtierende Madison Weltmeister Marc Cavendish an der Tour de France. Nach den Siegen am Giro d Italia hat Cavendish, der an der Olympiade zusammen mit Bradley Wiggins England im Madisonrennen vertreten wird, auch zwei Tour de France Etappen gewonnen.

Pech für den Zürcher René Schibli

Aus der Schweiz konnte auch das hoffnungsvolle Nachwuchsteam Maxime Bally-René Schibli am Sechstagerennen von Fiorenzuola teilnehmen. Das Duo aber hatte bereits am zweiten Renntag Pech. Zusammen mit weiteren Fahrern war René Schibli in einen Sturz verwickelt und musste in Italien hospitalisiert werden. Später wurde René Schibli mit der Ambulanz in die Schweiz gebracht (Verletzungen sind mir noch nicht bekannt). Sein Teamkollege Maxime Bally wurde zuerst neutralisiert, konnte aber das Rennen später zusammen mit dem Italiener Samuele Marzoni mit einigen Runden Rückstand fortsetzen. Aus diesem Grunde blieb dem Duo nur der 20. Rang.

Rangliste: 6 TR-Fiorenzuola

01. Bruno Risi - Franco Marvulli   Sui/Sui               197 Pkt

02. Iljo Keisse - Kenny de Ketele   Bel/Bel            189 Pkt

03. Robert Slippens - Danny Stam   Ned/Ned       187 Pkt

04. Rafael Ratajczik - Jakopo Guarneri   Pol/It      147 Pkt

05. Angelo Ciccone - Fabio Masotti   It/It              118 Pkt     1 Rd zur

06. Juan Curuchet - Walter Perez   Arg/Arg          120 Pkt      2 Rd zur

07. Peter Lazar - Alois Kankovsky   Cze/Cze        086 Pkt      2 Rd zur

08. Robert Lea - Michael Friedmann   USA/USA     116 Pkt     3 Rd zur

09. Sebastian Donado - Angel Dario   Arg/Arg       203 Pkt    4 Rd zur 

10. Andreas Graf - Andreas Müller   D/D                053 Pkt     5 Rd zur

20. Maxime Bally - Samuel Marzoli   Sui/It             040 Pkt      9 Rd zur