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Bruno Risi gewinnt die Niederrheintour
Der Urner Radprofi Bruno Risi hat die über fünf Etappen führende Niederrheintour in Deutschland gewonnen. Der Sieg in der letzten Etappe reichte ganz knapp zum Gesamtsieg in der fünfteiligen Kriteriumserie, die nach Rheinberg, Emmerich, Wesel und Schermbeck nun in Geldern zu Ende ging.
Harter Kampf um den Gesamtsieg
Fünf Fahrer waren nach der vierten und vor der letzten Etappe nur gerade durch zwei Punkte voneinander getrennt. Die dreitausend Zuschauer erlebten hochkarätigen Radrennsport in Geldern. Im 80 Runden Kriterium über die Distanz von 64 Km gab es zahlreiche Ausreissversuche und Führungswechsel, taktische Zurückhaltungen bei den Favoriten um den Gesamtsieg und rücksichtslose Attacken von den Kandidaten, die um den Tagessieg kämpften. Nach 35 Runden konnte sich der Urugayaner Milton Wynants , ein heisser Kandidat absetzen. In den letzten 30 Runden aber wurde auch Wynants von der Spitzengruppe wieder eingeholt. Dann aber konterte Bruno Risi im richtigen Augenblick und ihm konnte nur noch gerade der Deutsche Andy Beikirch folgen. Bruno Risi gewann den alles entscheidenden Endspurt gegen Beikirch in der fünften Etappe und somit auch ganz knapp die Niederrheintour mit 55 Punkten vor dem punktegleichen Vladi Riha aus Berlin und dem Deutschen Bergmeister Andreas Schillinger mit 53 Punkten. Am Rennen waren zwei weitere Schweizer mit dabei. Der Aargauer Alexander Aeschbach wurde mit 31 Punkten guter siebter und der Zürcher Giuseppe Atzeni mit 14 Pkt noch 16. der 45 gestarteten Fahrer.
Glück für Olympia aus Geldern
Bruno Risi wollte das Rennen in Geldern, das nur einen Monat vor seinem Madisoneinsatz an der Olympiade in Peking stattfand, unbedingt gewinnen! Der Drache gilt in China als Glückssymbol und in der Stadt des Drachens in Geldern hat Bruno Risi das spannende Finale auch für sich entschieden. Risi meldete das auch der Presse in Deutschland und versprach, bei einem Goldgewinn die Medaille im nächsten Jahr in Geldern zu präsentieren.
Rundstreckenrennen in Lembeck D - Risi setzt die Siegesserie fort
Nur einen Tag nach dem Sieg an der Niederrheintour setzte Bruno Risi die Siegesserie am Rundstreckenrennen von Lembeck fort. Auch die Organisatoren feierten einen tollen Sieg am ersten Radrennen im Lembecker Ortskern. Ein Wahnsinnspublikum mit einigen tausend Zuschauer verfolgte das interessante Rundstreckenrennen, das auch im nächsten Jahr wieder durchgeführt werden soll!
Risi gewinnt das Rennen im Sprint
Bruno Risi zeigte an diesem Rennen, in welch blendender Olympiaform er sich befindet. Die 45 gestarteten Fahrer hatte Risi zu jeder Zeit unter Kontrolle. Zusammen mit Urban Malte, Christoph Von Kleinsorgen und dem Holländer Joost Koelen prägte Risi das Rundstreckenrennen über 90 Runden. Im Rundenzeitfahren wurde Risi von Vladi Riha noch auf Rang zwei verdrängt. Im Rundstreckenrennen aber hatten die Gegner einige Mühe, dem hochen Tempo des Urners zu folgen. In der letzten Runde rüsteten sich 17 Fahrer für den Endspurt. Dabei konnte sich nach 72 Km Bruno Risi durchsetzen und das Rennen vor den Deutschen Urban Malte und Christoph von Kleinsorgen überzeugend mit einer Velolänge Vorsprung auch gewinnen. Der Aargauer Alexander Aeschbach wurde zeitgleich mit Risi im 14. Rang klassiert. Auch der Zürcher Giuseppe Atzeni beendete das Rennen noch in der ersten Hälfte der startenden im 19. Rang. Nun wird Risi am Dienstag noch an der SM in Zürich Oerlikon starten, bevor dann das grosse Olympiaabenteuer in Peking beginnt.